Katzenernährung Folge 5: Taurin

Katzen benötigen außerordentlich viel Taurin (eine Beta-Aminosulfonsäure) für ein gesundes Herz, gesunde Augen und ein funktionsfähiges Nervensystem sowie auch für die Herstellung ihrer Gallensäuren. Taurinmangel zeigt sich bei Katzen insbesondere durch Herzerkrankungen (Dilatative Kardiomyopathie), Augenveränderungen oder bei Katzenkindern auch durch Entwicklungsstörungen.

Die Katze kann Taurin nicht selbst aus anderen Aminosäuren bilden wie zum Beispiel der Hund und sie benötigt sehr viel mehr Taurin als der Hund. Somit ist sie darauf angewiesen, ausreichend Taurin mit ihrer Nahrung aufzunehmen.

Taurin wird beim Kochen zerstört, deshalb setzt man Fertigfutter synthetisches Taurin zu. Allerdings weiß man nicht, ob das künstliche Taurin schädlich ist. Besser dürfte in jedem Fall natürliches Taurin sein, das sowieso eine bessere Bioverfügbarkeit hat. Es ist in tierischem Gewebe ausreichend vorhanden, insbesondere in rohem Fleisch, Herz, Leber und Fisch. Eine Katze, die artgerecht ernährt wird oder viele Mäuse frisst, wird daher kein künstliches Taurin benötigen. Bei einer Unterversorgung mit tierischem Eiweiß kann allerdings recht schnell ein Taurinmangel entstehen.

Tipp: Bei Katzen, die überwiegend gekochtes Fleisch fressen, kann dem Taurinmangel recht gut durch eine Nahrungsergänzung mit Grünlippmuschelpulver entgegengewirkt werden.

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